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Bio-Sourcing: Kooperationsprojekte und Bio-Sourcing-Check

1. biooffensive Leuchtturmprojekte der Verarbeiter-Erzeuger-Kooperation

Soll der Anteil heimischer Ware gesichert und die Regionalität sogar ausgebaut werden, ist verbindliche Kooperation erforderlich und das bedeutet mehrjährige Mengen- und Preisabsprachen mit der Erzeugerseite. Für die Steuerung der Angebotsentwicklung sind Hersteller und Handel bei den meisten Rohstoffen auf Bündelungsstrukturen auf der Erfassungsebene angewiesen.  Beim Ausbau der heimischen, insbesondere der regionalen Öko-Erzeugung spricht die meist austauschbare Position der Landwirte für die Absicherung durch Erzeugergemeinschaften. Die Leuchtturmprojekte der bio-offensive belegen, dass die Kooperation je nach Produkt und Situation der beteiligten Akteure zu sehr unterschiedlichen Kooperationslösungen tendieren.

Kooperations-Leuchtturmprojekte der biooffensive

in 2014/2015 :

  • "Clusterprojekt" Kooperation von Molkerei und anderen Verarbeitern zur Unterstützung von Umstellung auf Biolandbau
  • "Clusterprojekt" zur Unterstützung des heimischen Anbaus von Bio-Sonnenblumendurch verlässliche Abnahme verschiedener Qualitäten - Kooperation von Verwendern verschiedener Qualitätslevel bei Sonnenblumenkernen: von höchster Qualitätsanforderung bei  Endverbraucherware (Confectionary), über mittlere Anforderung bei Einsatz als Zutat im Bäckerbereich bis zur einfachen äußeren Beschaffenheit der Körner bei Ölgewinnung.
  • Ölfrüchte aus Mitteldeutschland, Regionale Kooperation von Ölmühlen in Sachsen, den Öko-Anbauverbänden Gäa und Bioland sowie Erzeugern und ihren Erzeugergemeinscchaften für die Ausdehnung des Anbaus heimischer Ölfrüchte.
  •  Vernetzung Sojaerzeuger mit Sojaverarbeiter in Rheinland-Pfalz. Ziel ist der Aufbau von Infrastruktur und abgestimmte Anbauplanung sowie die gegenseitige Absicherung der Investitionen
  • Konzept Kooperation Wertschöpfungskette Rind - Aufbau einer regionalen Bio-Rindfleischvermarktung in Rheinland-Pfalz.

Kooperations-Leuchtturmprojekte 2013 - 2014

  • Regionales Bio-Soja Nordwest-Deutschland
  • Implementierungsphase Doppel-Verwertung von regional erzeugtem Bio-Soja in Nordwest-Deutschland
  • Vermarktung Ziegen-Bock-Lämmer Banden-Württemberg
  • Regional bestückte Bioland-Fleischtheke NRW
  • Aufbau eines Verarbeiter-Anbau-Clusters im Rahmen der AÖL
  • Vernetzung und Logistik von Direktvermarktern zur Belieferung des LEH in Schleswig-Holstein und Hamburg
  • Aufbau eines regionalen Bioland-Frischgemüse-Sortiments bei EDEKA Nord
  • Regionalisierung von Sourcing und Herstellung Fruchtzubereitung für die Hof-Milchverarbeitung in Sachsen

Kontakt zu den bisherigen Projektdurchführern vermittelt der Projektkoordinator Dr. Wolfram Dienel

Aktuelle Ausschreibungfür Leuchtturmvorhaben läuft bis 2. Oktober 2015 (link www....)

Für Informationen wenden Sie sich bitte an den Projektkoordinator Dr. Wolfram Dienel dienel@oeko-strat.de

 

2. bio-Sourcing-Check der biooffensive

Wer heimische oder regionale Rohstoffe sicher beschafften will, braucht ein strategisches Beschaffungskonzept! Der im Rahmen der "biooffensive" entwickelte Bio-Sourcing-Check gibt Einkäufern einen Managementleitfaden für ihre Rohstoffbeschaffung an die Hand. Der Leitfaden hilft, die Risikofaktoren in der Rohstoffbeschaffung systematisch zu analysieren und mit geeigneten Maßnahmen proaktiv zu begegnen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der stabilen Gestaltung der Geschäftsbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern sowie Händlern. Es gilt langfristige Investitionen in Öko-Umstellung und Erweiterung der Produktionskapazitäten entlang der Wertschöpfungskette abzusichern. Im Bio-Sourcing-Check wird die strategische Ausrichtung im Marketing auf besondere Öko-Qualitäten und Herkunftskonzepte hin untersucht. Es wird der Rohstoffbedarf des Produktportfolios Produktion eines Verarbeiters ermittelt und den Risikofaktoren in der Beschaffung gegenübergestellt. Zudem werden die Umsatzträger und Innovationsträger von den weniger existenzwichtigen Produkten unterschieden. So erhält das Unternehmen ein systematisches Tableau seiner Beschaffungssituation und der kritischen Bereiche. Die Analyse der Lösungsmöglichkeiten bildet mit einem Katalog an Lösungsansätzen den Abschluss des Bio-Sourcing-Checks.

Bislang wurden 40 Bio-Sourcing-Checks bei deutschen Öko-Verarbeitern durchgeführt. Über die biooffensive können die speziell zum Bio-Sourcing-Check geschulten Verarbeiterberater angefordert werden. 16 Bio-Sourcing-Checks werden in der kommenden Förderperiode ab Oktober 2015 bis Juni 2016 gefördert. Darüber hinaus wird für die Durchführung von den Beratern ein Tagessatz erhoben.

Der Bio-Sourcing-Check ermittelt Schwachstellen der Bio-Beschaffung eines Lebensmittelher­stellers oder -händlers und hilft, Lösungsansätze zu finden. Die ersten fünf Fragen sollen möglichst vorab abgeklärt werden, damit im Bio-Sourcing-Check vor Ort zielgerichtet an den Problembereichen in Schritt 6 und Lösungsansätzen in Schritt 7 gearbeitet werden kann. Als Vorbereitung werden daher die ersten fünf Tabellenblätter vorab zugeschickt (dazu gibt es ein Set Vorabfragebögen) und möglichst telefonisch besprochen. Es empfiehlt sich bei der Durchführung vor Ort, die Besprechung der Fragen 1 bis 5 auf exemplarische Durchführung zu begrenzen. Der Beratungskunde kann die Analyse anschließend selbst oder mit Hilfe von Beratern verfeinern. Letztlich bestimmt aber der Beratungskunde, bei welchen Themen Schwerpunkte gesetzt werden sollen.

  1. Übersicht Betriebsstruktur: wir bitten Sie kurz Ihre Sortimentsbereiche und Ihre Produktionsstandort  zu nennen und den Bio-Anteil einzuschätzen.
  2. Beschreibung Ihrer Marketing-Strategie im Bio-Markt
  3. Anforderungen an die Qualität der Bio-Rohstoffe
    Die Beschreibung der Anforderungen an die Qualität der Bio-Rohstoffe (EU-Bio, Verbandsware, regionale Herkunft etc.) zeigt Ihre strategische Ausrichtung in der Bio-Rohstoff-Beschaffung auf.
  4. Ranking der Produkte/ Warengruppen nach Bedeutung für ihr Unternehmen
    Es wird ein Ranking der Produkte/ Warengruppen aufgestellt aufgrund ihres Umsatz­anteils im Unternehmen und ihres Listungsanteils im Markt, ihrer Umsatzentwicklung und Einzigartigkeit. Das Ranking der Produkte nach ihrer Bedeutung für den Unter­nehmenserfolg ist die Voraussetzung, um die strategisch vorrangigen Rohstoffe zu identifizieren. (Bei vielen Produkten im Check vor Ort nur exemplarisch durchführen!)
  5. Ermittlung Rohstoffbedarf für die wichtigsten Produkte
    Es wird der Rohstoffbedarf für die wichtigsten Produkte ermittelt. Die Rohstoffe werden nach dem Mengenbedarf und ihrer Ersetzbarkeit eingeteilt. Zudem wird festgehalten, ob bereits Kontrakte für Rohstoffe bestehen. (ggf. vor Ort nur exemplarisch durchführen!)
  6. Analyse der Beschaffungsprobleme und Risikofaktoren
    Die Rohstoffe werden auf Beschaffungsprobleme hin analysiert. Außerdem wird eine qualitative Lieferantenanalyse für knappe Rohstoffe vorgenommen
    Im Abgleich mit möglichen Sicherheits- und Risikofaktoren der Beschaffung wird eine qualitative Problem-Analyse der Beschaffungssituation vorgenommen.
  7. Analyse sicherer Beschaffungs-Strategien
    Hier werden Instrumente zur Lösung der Beschaffungsprobleme auf ihre Eignung für eine langfristig sichere Beschaffungsstrategie hin analysiert.
    Zusätzlich kann die in Schritt 6 durchgeführte Lieferantenanalyse vertieft werden, wenn eine qualitativ und quantitativ sichere Rohstoffbeschaffung absehbar schwierig ist.

Aktuelle Ausschreibung für 16 geförderte Bio-Sourcing-Checks bis zum 2. Oktober 2015

unter:

http://bio-offensive.de/aktuelles-leser/items/66.html

 

Anprechpartner Projektkoordinator Dr. Wolfram Dienel (ÖkoStrategieWissen&Beratung)

E-Mail: dienel@oeko-strat.de

Im Lumsch 4, 04416 Markkleeberg

Tel. 0171. 970 85 59